Gebete

Diese kleine Gebetsamlung dient zunächst zum persönlichen Gebrauch. Vorformulierte Gebete helfen Dir, im persönlichen Gespräch mit Gott neue Gedanken zu finden und durch die Worte großer Beter selbst die eigenen Worte zu finden.

 

Das Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes
als ein Gespräch mit einem Freund,
mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen,
um mit ihm zu reden, weil er uns liebt.
(Teresa von Avila)

 

Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Liebe entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Amen.
Franziskus zugeschrieben

 

Um drei Dinge bitte ich
Herr, zeige mir die Möglichkeiten,
die Dinge zu verändern, die ich verändern kann,
und gib mir die Kraft,
die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann,
und gib mir die Weisheit,
eines vom anderen zu unterscheiden.
Aus Irland

 

Atme in mir, Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Lenke mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Stärke mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges wirke.
Bewahre mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges nicht verliere.
Augustinus

 

Nichts soll Dich ängstigen
Nichts soll dich verwirren,
nichts dich erschrecken.
Alles geht vorbei.
Gott allein bleibt der selbe.
Die Geduld erreicht alles.
Wer Gott hat, dem fehlt nichts:
Gott allein genügt
Teresa von Avila

 

Seele Christi, heilige mich.
Leib Christi, erlöse mich.
Blut Christi, tränke mich.
Wasser der Seite Christi, wasche mich.
Leiden Christi, stärke mich.
O gütiger Jesus, erhöre mich.
Verbirg in Deinen Wunden mich.
Von Dir laß nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feinde beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich.
Mit Deinen Heiligen zu loben Dich
In Deinem Reiche ewiglich. Amen.
Ignatius von Loyola zugeschrieben

 

Danke
für die Blumen in meinem Garten
sie erfreuen mich
mit ihrer Blüte und ihrem Duft
Danke
für die Freunde die ich habe
sie schenken mir Vertrauen
geben mir Kraft und Zuversicht
Danke
für die Liebe die ich in mir habe
sie wächst und kommt zu mir zurück
wenn ich sie verschenke
Danke
für die Bank unter einem Baum
dort finde ich die Ruhe die ich brauche
und kann Kraft für den Alltag tanken
Danke
für die Nachbarn die mir die Hand reichen
gerade, wenn es schwierig wird
sind sie für mich da
Danke
für das Verständnis das du mir gibst
deine Toleranz, deine Vergebung
ich bin ein Mensch und mache Fehler
Danke
DU begleitest mich auf meinem Weg
gibst mir dann Hoffnung
wenn ich aufgeben will
Danke
für die schönen Dinge in meinem Leben
und für die Schwierigkeiten
daran kann ich wachsen
Danke
dafür, daß ich so viele Gründe
zur Dankbarkeit habe
irgendwie fühle ich mich reich beschenkt .

 

Ein Herzensgebet
Herr, wenn ich einsam bin,
schaffe in mir ein frohes Herz,
das deine Gegenwart fühlt.
Herr, wenn ich erschöpft bin,
schaffe in mir ein zuverlässiges Herz,
das mich an den Sinn des Lebens erinnert.
Wenn ich leide,
schaffe in mir ein geduldiges Herz,
das die Schwierigkeit schweigend erträgt.
Wenn ich versucht werde,
schaffe in mir ein festes Herz,
das gegen die Versuchung ankämpft
Wenn ich schuldig geworden bin,
schaffe ein in mir ein glaubendes Herz,
das deine Vergebung empfängt.
Wenn ich mit Wohlstand gesegnet bin,
schaffe in mir ein großzügiges Herz,
das deinen Gaben mit Armen teilt.
Wenn ich mit anderen zusammen bin,
schaffe in mir ein mutiges Herz,
das sich nicht scheut,
ein Zeuge des Evangeliums zu sein.
(Autor unbekannt)

 

Du hast gerufen, geschrieen und meine Taubheit übertönt.
Du hast geleuchtet, gelodert und meine Blindheit überstrahlt.
Du hast deinen Duft verbreitet, ich habe einen tiefen Atemzug genommen,
und jetzt lechze ich nach dir.
Ich habe dich geschmeckt,
und jetzt habe ich Hunger und Durst.
Du hast mich berührt,
und jetzt brennt in mir das Verlangen nach deinem Frieden.
Augustinus