Pulkauer Bründlfest 2012

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Auch dieses Jahr feierte die Pfarre Pulkau im Rahmen des traditionellen Pulkauer Bründlfests am Festtag Maria Heimsuchung das Patrozinium der Bründlkapelle. Während sich die Pulkauer Pilgergruppe um 8 Uhr Früh von der Hl. Blutkirche auf den Weg zum Bründl machte, feierte dort die Pfarre Kattau / Roggendorf bereits wie jedes Jahr die FrühmesseAls Hauptzelebrant der Festmesse um 9:30 Uhr konnte diesmal Weihbischof Mag. Dr. Franz Scharl begrüßt werden; ein immer wieder gern gesehener Gast, der auch vor zwei Jahren die Visitation der Pfarre durchführte. In seiner Festpredigt bedankte sich Weihbischof Scharl bei den zahlreichen Besuchern: Dass sich an einem ganz normalen Werktag bzw. an einem Ferientag mit verlockendem Badewetter rund 700 Gläubige quer durch alle Generationen, von der Großmutter bis zum Enkelkind, nicht nur aus Pulkau, sondern aus dem gesamten Dekanat hier einfinden und mit acht Priestern und zwei Diakonen, darunter auch kirchliche Vertreter aus dem benachbarten Dekanat Znaim jenseits der Grenze, hier Hl. Messe feiern, ist ein schlagender Beweis, dass den Menschen trotz aller oftmals zitierten „Zeiten wie diesen“ die Kirche und vor allem Gott nach wie vor am Herzen liegt.
Im weiteren Verlauf seiner Predigt ging Weihbischof Scharl auf den Begriff „Maria Heimsuchung“ ein. In unserem heutigen, alltäglichen Sprachgebrauch verstehen wir ja leider immer etwas ganz Anderes, nämlich etwas völlig Negatives unter dem Begriff einer „Heimsuchung“. Nein, so etwas ist im Zusammenhang mit „Maria Heimsuchung“ nicht gemeint. Vielmehr sollen auch wir uns von Gott heimsuchen lassen und so wie einstmals die Jungfrau Maria dabei unsere volle Kooperationsbereitschaft ausdrücken. Ebenso können wir aus der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth erkennen, dass für Gott nichts unmöglich ist. Denken wir also von Gott nicht klein. Gott ist größer als jede unserer Vorstellungen von Größe. Und konzentrieren wir uns auch auf ein gewisses Maß an Gottvertrauen, sei es in unserem eigenen Alltag oder in Hinblick auf die aktuellen innerkirchlichen Diskussionen und Spannungen. Gott wirkt; aber wir müssen Ihn in unserem Alltag auch zulassen. Gott sendet uns auch Zeichen, schickt uns Boten – eben jene Engel, wie einstmals bei der Jungfrau Maria. Sogar im 21. Jahrhundert, so abschließend der Weihbischof, auch wenn erwiesene Einzelfälle von so manch abgeklärten Personen der heutigen Zeit als ein Fall für die Psychiatrie belächelt würden. Nein, Gott ist real und steht uns zur Seite. Wir müssen Ihn nur in unser Leben lassen.
Nach der Festmesse suchte Weihbischof Scharl auch den persönlichen Kontakt mit den Gläubigen und besichtigte die örtliche Gastronomie und die Markthändler, bevor es zurück nach Pulkau zum gemeinsamen Mittagessen mit den Konzellebranten, dem PGR und Mitarbeitern der Pfarre ging.
Wie jedes Jahr wurde von der Möglichkeit der ganztägigen Anbetung in der Bründlkapelle reger Gebrauch gemacht. Im weiteren Tagesprogramm fanden Rosenkranzandachten und am Nachmittag die Marienandacht mit Krankensegnung statt. Mit einer Hl. Messe am Abend und der traditionellen Lichterprozession zurück zur Hl. Blutkirche nach Pulkau fand dieser Tag seinen stimmungsvollen Abschluss.

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